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Eine Tafel mit Formeln

Philosophie

Fachlich-pädagogisches Grundverständnis

Über einer unserer Qualitätsentwicklungsbeschreibungen steht eine Maxime von Aristoteles: "Alles was getan werden soll, ist es wert gut getan zu werden".

Wir verstehen das als eine Konkretisierung des LVR-Leitsatzes: Qualität für Menschen.

Damit verpflichten wir uns, nichts nur halbherzig anzugehen, keine Routine einkehren zu lassen und immer neu darüber nachzudenken, was "gut" im Einzelfall bedeutet.

Unserer Träger ist ein öffentlicher Träger, wir sind daher nicht einer bestimmten weltanschaulichen Grundhaltung verpflichtet, wir können und wollen offen sein für neue fachliche Diskussionen und neue gesellschaftliche Herausforderungen.

Drei Grundsätze (neben anderen) bestimmen unser pädagogisches Denken und Handeln:

  • Jedem einzelnen Kind oder Jugendlichen mit seinen ganz individuellen Erfahrungen, Fragen, Nöten und Träumen müssen unsere erzieherischen Bemühungen gerecht werden. Seine Stärken und oft verschütteten Fähigkeiten müssen wir erkennen und fördern (empowerment).
  • Es muss im Alltagsleben der Kinder und Jugendlichen soviel Normalität hergestellt werden, wie es unter den Bedingungen einer institutionalisierten Erziehung möglich ist, um auf ein Leben in Eigenständigkeit und Selbstverantwortung vorzubereiten (Alltagsorientierung).
  • Nur mit den Eltern, nicht gegen sie, können wir erfolgreich arbeiten. Dies ist von der Erkenntnis bestimmt, dass die Eltern für das Kind, den Jugendlichen die zentralen Bezugspersonen sind und bleiben, ob in Wirklichkeit oder nur erträumt. Wir verfolgen daher die Perspektive einer Rückkehr in die Familie, solange es dafür eine Chance gibt.

Stellung der Jugendhilfe Rheinland im Jugendhilfesystem

Die rechtliche Grundlage für die Jugendhilfe Rheinland ergibt sich aus dem SGB VIII.
Der überörtliche Träger, d.h. das beim Landschaftsverband Rheinland angesiedelte Landesjugendamt, ist sachlich zuständig für "die Anregung und Förderung von Einrichtungen, Diensten und Veranstaltungen sowie deren Schaffung und Betrieb, soweit sie den örtlichen Bedarf übersteigen; dazu gehören insbesondere Einrichtungen, die eine Schul- oder Berufsausbildung anbieten, sowie Jugendbildungsstätten."

Die meisten der Betreuungsangebote leiten sich unmittelbar aus dieser Aufgabenbeschreibung ab, die anderen sind in der jeweiligen örtlichen Jugendhilfeplanung verankert und mit den anderen Trägern unter Beachtung des Prinzips der Subsidiarität abgestimmt.

Alle Einrichtungen sind in den jeweiligen Arbeitsgemeinschaften nach dem SGB VIII verankert.
Die Einrichtungen der Jugendhilfe Rheinland werden überregional belegt, das Einzugsgebiet ist weitgehend identisch mit der Region Rheinland.

Wir nehmen die schwierigsten der schwierigen Kinder und Jugendlichen auf, haben als Ausschlusskriterien nur eine akute psychiatrische Symptomatik oder eine Abhängigkeit von illegalen Drogen mit hohem Suchtpotential. Wir stehen oft am Ende einer langen "Jugendhilfekarriere" als letzte Möglichkeit und Chance. Diese Ausfallbürgschaft nehmen wir an und sehen hier eine besondere Verpflichtung, die sich aus der öffentlichen Trägerschaft ergibt.