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Familiäre Bereitschaftspflege/Inobhutnahme in Bereitschaftspflege

Familiärer Lebensort, in dem Kinder und Jugendliche aufgrund einer aktuellen Krisensituation für eine begrenzte Zeit Schutz, Unterstützung, Verständnis sowie Klärung ihrer weiteren Per-spektive finden können
Bereitschaftspflege als besondere Form der Familienpflege nach § 27 i.V.m. §33 /§42 SGB VIII

Unser Auftrag:

Die Bereitschaftspflege ist ein familiäres Angebot der Krisenintervention nach § 33 SGB VIII. Kinder und Jugendliche, die in Bereitschaftspflege untergebracht werden, erleben meist eine kurzfristige, ungeplante und unvorbereitete Trennung von der Herkunftsfamilie. Sie dient der Sicherstellung der Primärversorgung und bietet den Kindern und Jugendlichen Schutz, Zuwendung und emotionale Ansprache bis zur Klärung der weiteren Perspektive des Kindes/Jugendlichen und seiner Herkunftsfamilie. Die Unterbringung in einer Bereitschaftspflege ist ein zeitlich befristetes Angebot für Kinder, Jugendliche und deren Eltern, die sich in einer krisen- und konflikthaften Übergangssituation befinden. Die Bereitschaftspflegestelle übernimmt für diesen Zeitraum die umfassende Betreuung von Kindern und Jugendlichen. In dieser Zeit müssen die Perspektive für das Kind geklärt und ggfls. weitere Hilfen zur Erziehung organisiert werden.

Bereitschaftspflegestellen sind Familien, Paare oder Einzelpersonen, die ein Kind oder einen Jugendlichen in ihrer Familie aufnehmen. In einem Vertrag zwischen Bereitschaftspflege und Träger wird eine intensive Fachberatung verbindlich geregelt. Es besteht kein Arbeitsverhältnis.

Die Bereitschaftspflegpersonen verfügen über eine hohe Flexibilität und Belastbarkeit, eine hohe Toleranz und arbeiten eng mit den Fachberatern des Trägers zusammen.

Zielgruppe:

Eine Unterbringung in der Bereitschaftspflege erfolgt z. B.:

  • in einer akuten Krisensituationen (Verwahrlosung, Misshandlung) als vorübergehende Unterbringung bis zur Klärung der Krise (§42 SGB VIII)
  • bei Verhinderung der Personensorgeberechtigten wegen eines Krankenhausaufenthaltes oder eines Aufenthaltes in einer therapeutischen Einrichtung/oder JVA
  • bei einem die Erziehungsfähigkeit in einem erheblichen Umfang einschränkenden vorübergehenden Erschöpfungszustandes der Eltern
  • bei einer vorübergehenden Schwächung des familiären Systems, z.B. nach Trennung/Scheidung

Ziele:

Die Betreuung in einer Bereitschaftspflege bietet während der Clearingphase einen verlässlichen Lebensort, der:

  • den Schutz, die Versorgung und Betreuung des Kindes oder Jugendlichen gewährleistet
  • notwendige Fördermaßnahmen einleitet
  • evtl. Schul- und Kindergartenbesuche sicherstellt
  • bei Bedarf notwendige medizinische Behandlungen begleitet
  • eine liebevolle, verständnisvolle Begleitung und Unterstützung zur Bewältigung der Krisensituation anbietet
  • bei Bedarf Besuchskontakte zur Herkunftsfamilie unterstützt und begleitet
  • mit allen beteiligten Diensten zusammenarbeitet

Familiäre Bereitschaftpflege / Inobhutnahme in Bereitschaftspflege

Familiärer Lebensort, in dem Kinder und Jugendliche aufgrund einer aktuellen Krisensituation für eine begrenzte Zeit Schutz, Unterstützung, Verständnis sowie Klärung ihrer weiteren Perspektive finden können

Bereitschaftspflege als besondere Form der Familienpflege nach § 27 i.V.m. §33 /§42 SGB VIII

  • nach Beendigung der Hilfemaßnahme das Kind oder den Jugendlichen verabschiedet und alle erforderlichen Schritte bis zu diesem Zeitpunkt mitträgt und unterstützt.

Unsere pädagogische Arbeit:

  • Bei einer Bereitschaftspflege handelt es sich um einen dynamischen, hoch komplexen Prozess, der hohe Anforderungen an die Pflegepersonen stellt. Es findet eine intensive, kontinuierliche Beratung und Begleitung in kurzen Zeitabständen statt. Die Entwicklung der weiteren Perspektive wird unter Einbezug aller Beteiligten und in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Jugendamt durchgeführt. Die Vorgehensweise lässt sich mit den Begriffen Entwicklungs- und Prozessdiagnostik umschreiben. Die Arbeit mit der Herkunftsfamilie dient in erster Linie der Perspektivenentwicklung und der daraus resultierenden Umsetzungsalternativen bzw. Umsetzungsstrategien.

Leistungen der Fachberater/Innen:

  • Die Bereitschaftspflegestellen werden in der pädagogischen Arbeit durch Fachberaterinnen / Fachberater unterstützt, die über eine psychologisch oder pädagogische berufliche Qualifikation und eine systemische Zusatzausbildung verfügen. Individuelle Weiterbildungen und themenspezifische Fortbildungen der Mitarbeiterinnen sind ein Qualitätsmerkmal unserer Arbeit. Teamgespräche, Kollegiale Beratung und Fallsupervision finden regelmäßig statt.

Arbeitsinhalte sind u. a.:

  • Werbung, Auswahl, Vorbereitung und Qualifizierung der Bewerber Vermittlungsverfahren
  • Prüfung der Anforderungen der Bewerberfamilien
  • Auftragsklärung
  • Vernetzung der Partner
  • Begleitung des Vermittlungsprozesses
  • Arbeit mit der Bereitschaftspflegestelle
  • regelmäßige prozessbegleitende Beratung durch Hausbesuche, telefonische
  • Kontakte, Arbeit mit Einzelnen, Teil - oder Gesamtsystem
  • Krisenintervention
  • Konfliktberatung


Weitere Grundleistungen

  • Organisation und Durchführung von Fortbildungsveranstaltung
  • Koordinationsfunktionen zwischen Jugendamt, Herkunftsfamilie,
  • Bereitschaftspflege, Schule u.a.
  • Hilfestellung bei der Vermittlung von externen Therapien im Einzelfall
  • Konzeptentwicklung
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Berichtswesen
  • Teilnahme an Hilfeplangesprächen

Kontakt

Ramona Orlich-Hasewinkel
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Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne:

Ramona Orlich-Hasewinkel
Tel.: + 49 (0) 212 / 40 07 - 131
E-Mail: ramona.orlich-hasewinkel@lvr.de