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BEWO UMF

Vollstationäre Unterbringung für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge innerhalb einer außengeleiteten betreuten Wohngruppe ( §27 ff, in Verbindung mit 34 SGB VIII und § 41 SGB VIII)

Unser Auftrag: Das Angebot versteht sich als Wohneinheit zur Verselbständigung für männliche unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Alter von 15 bis 18 Jahren.

Unser Ziel: Die unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen werden im Anschluss an die Clearingphase auf ein selbstständiges und eigenverantwortliches Leben in Deutschland vorzubereitet, bei ihrer Zukunftsplanung unterstützt, sowie sie bei der Bearbeitung ihrer traumatischen Erlebnisse begleitet. Unser Schwerpunkt basiert auf der sprachlichen und kulturellen Integration.

Unsere pädagogische Arbeit: Beheimatung, Hilfe bei der Bewältigung der Alltagsaufgaben, aufenthaltsrechtliche Beratung und Entwicklung einer Lebensperspektive in Deutschland oder im Heimatland, Unterstützung bei der schulischen und beruflichen Integration, lösungsorientierte Krisen- und Konfliktbegleitung, Beratung sowie weitere Hilfestellungen bei einer möglichen Rückführung oder freiwilligen Rückkehr ins Heimatland, Vermittlung von Hilfsorganisationen und unterstützenden Ansprechpartnern.

Unsere Methode: In der Betreuung werden die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge beim Erschließen der neuen Lebenswelt intensiv begleitet. Vermittelt werden ihnen die notwendigen Kenntnisse über Normen, Werte und Verfahrensabläufe. Die Individuellen Beratungen und Betreuungen finden unter Berücksichtigung der jeweiligen flucht- bzw. migrationsbedingten Besonderheiten und Bedürfnisse statt. Die Kernzeiten der Betreuung finden zwischen 6:00 Uhr und 21:00 Uhr durch ein interdisziplinäres Team statt. Im Vorfeld der Clearingphase haben die Jugendlichen gezeigt, dass sie sich zuverlässig an Regeln und Absprachen halten können. Zudem sollten sie die Bereitschaft zeigen, sich in der Wohngemeinschaft mit den vorgegebenen Regeln zu integrieren und diese einzuhalten. Hierbei erhalten sie die notwendige, intensive Unterstützung. In dieser Zeit soll den Jugendlichen Hilfestellung in der neuen Lebenssituation und Lebenswelt durch Begleitung und Unterstützung bei einer eigenverantwortlichen Lebensführung gegeben werden. Hierzu zählen im Besonderen:

  • Erlernen der sprachlichen und schriftlichen Kompetenz
  • Unterstützung bei Sprachkursen, Schulbesuch und Ausbildung. Regelmäßiger Kontakt zu Kursleitung, Lehrern und Ausbildern
  • Stärkung und Mobilisierung der persönlichen Fähigkeiten
  • Emotionale Stabilisierung
  • Kennenlernen einer anderen Kultur
  • Strukturierung des Alltags und Vermittlung von Alltagskompetenzen Begleitung und Unterstützung beim Asylverfahren, Ausländeramt, Arztbesuchen etc.
  • Soziale Integration
  • Knüpfen von verwandtschaftlichen, familiären Kontakten in Deutschland
  • Perspektivenklärung und Unterstützung der jungen Menschen in Bezug auf ihre zukünftige Lebensplanung (Finanzen, Schule, Beruf u.a.)
  • Unterstützung bei der Suche nach einer eigenen Wohnung und Begleitung des Übergangs bei Beendigung der Jugendhilfemaßnahme.

Zusatzleistungen: Notwendige zusätzliche Maßnahmen werden im Hilfeplan vereinbart und können individuell bereitgestellt werden. Notwendige Zusatzleistungen werden über Fachleistungsstunden abgerechnet. Eine Zusatzleistung kann das Hinzuziehen eines Dolmetschers bei komplexeren und wesentlichen Sachverhalten sein oder auch eine traumaspezifische Beratung, soweit keine kinder- und jugendpsychiatrisch begründete Indikation vorliegt.

Auf unterstützende Hilfestellungen durch unseren psychologischen Dienst kann jederzeit zurückgegriffen werden.

Unser qualifiziertes Team besteht aus: Erfahrenen pädagogischen Fachkräften (Diplompädagoge, Sozialpädagogin, Erzieher/Innen), die eine Betreuung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in den Kernzeiten von 06.00 Uhr bis 21.00 Uhr gewährleisten. Die pädagogischen Fachkräfte verfügen über umfassende praktische Erfahrungen im Umgang mit den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und nehmen regelmäßig an Fortbildungsangeboten teil. Das Gesamtteam verfügt über 8 Sprachen zur Verständigung und für die notwendigen Übersetzungsleistungen.

Das Haus 62: Wohnung 1: mit 2 Einzelzimmern, Wohnzimmer, Küche, 1 Bad, Büro

Wohnung 2: mit 3 Einzelzimmern, Wohnzimmer, Küche, 1 Bad

Das Haus 58: Wohnung mit 3 Einzelzimmern, Wohnzimmer, Küche, 1 Bad, Büro

Die Lage: Auf dem Campusgelände von Solingen mit guter örtlicher Verkehrsanbindung

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Ein Portraitfoto von Herrn Leuschner
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Henning Leuschner

Henning Leuschner
Tel.: + 49 (0) 212 / 40 07 - 117
E-Mail: henning.leuschner@lvr.de